Tallinn und ein wenig Lahemaa

Hallo, da sind wir wieder. In Kuressaare gibt es ein flottes WLAN.

In Tallinn angekommen, fanden wir einen Stellplatz gleich am Hafen. 
Dort stellte sich heraus, dass wir auf dem ehemaligen Gelände der XXII. Olympischen Sommerspiele von 1980/Moskau angekommen waren. Die Segelwettbewerbe wurden damals nach Tallinn, in die Estnische Sozialistische Sowjetrepublik, ausgelagert.
Seinerzeit Unterkunft der Athleten, heute ein Spa-Hotel. Außen wenig Spa, innen vielleicht? ;)


Tallinn

Auf dem Fußmarsch in die Stadt besuchten wir die  Gedenkstätte Maarjamäe, die für die Opfer des Sowjetregimes  geschaffen wurde.
Zentraler Punkt ist der Obelisk, dazu gehören auch die Gräber der Matrosen der Minenkreuzer AVTROIL und SPARTAK.
Die Bronzeskulptur stellt einen verendenden Vogelschwarm dar.

Die Altstadt wurde 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Vieles ist schon saniert/restauriert. Einige Gebäude/Bereiche werden sicherlich folgen.
Tallin hat eine schöne Altstadt. Die Historie ist allgegenwärtig und insgesamt herrscht ein angenehmes Flair. Wie üblich gibt es hier und da auch Übertreibungen die der Mensch nicht unbedingt braucht. Gaukler,Ritter, Mönche und viele Minnesänger bevölkern den Marktplatz.
Interessant ist zu sehen, dass sich die 'Neuzeit' breit macht, aber die sozialistische Anbindung noch mitschwingt.

Marktplatz . Rathaus

Domkirche, 13. Jahrhundert

Orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale, Symbol der Russifizierung
Links: ohne Worte
Rechts: SÕPRUS = Freundschaft (Beispiel stalinistischer Architektur, ein Kino von 1955)

Das haben wir uns verdient......dub dub di du 

Links: Wie an vielen Orten in Estland sieht  man auch in Tallin Projekte die mit Hilfe der EU realisiert werden. 
Rechts: Neustadt

Jetzt ziehen wir weiter in Richtung Nordosten.

Lahemaa-Nationalpark

Auf der Suche nach einem neuen Platz für unser 'Lager' konnten wir schon die wunderbaren, stillen, dichten und wilden Wälder bewundern. Besonders der dicht mit Moosen, Flechten und anderen Pflanzen bewachsene Waldboden hat uns gefangen genommen. Wie gepolstert sah es aus. Hier wirkt sich aus, dass unter sowjetischem Einfluss keine systematische Waldbewirtschaftung stattgefunden hat.
Viele Pilz- und Beerensammler waren unterwegs und sind uns auch auf späteren Touren immer wieder begegnet. Nur Bären, Elche und Biber, Wölfe und Luchse sind uns bis dato leider nicht über den Weg gelaufen...

'Rezeption' Lepispea, Frühstück mit Bernd, Bloggerin ohne Erfolg

Natur pur

Folkfestival auf dem Land. Vorbei ist es mit dem guten Wetter. Es regnet mal mehr,
mal weniger, mal auch nicht.

Wanderung im Hochmoor von Viru

Ein ganz kleines bisschen Pistenalarm. Nein, es ist kein verbotener Weg, sondern eine 'Straße' zu einem kleinen Ort.
Und nun ziehen wir weiter in Richtung Westen.