Von Jokkmokk nach Kvikkjokk

Gleich nach dem Überqueren des Polarkreises erreichen wir die Stadt Jokkmokk,

das kulturelle Zentrum der schwedischen Samen.


Mit 2.800 Einwohnern fügt sich die Stadt in die einsame, fast menschenleere Landschaft ein. Bekannt ist Jokkmokk auch durch den jährlichen Vintermarknad, der seit 1605 stattfindet und auf dem Samen ihre Waren aus ganz Lappland anbieten.

Jokkmokk ist umgeben von den großen unberührten Nationalparks, mit ihren Gletscherbergen, weiten Hochebenen, wilden Mooren, endlosen Wäldern und reißenden Flüssen.

Westlich: Padjelanta, Stora Sjöfallet, Sarek

Nördlich: Muddus 

Zusammen bilden sie die Region LAPONIA, die 1996 Weltkulturerbe der UNESCO wurde. Laponia stellt mit 9.400 Quadratkilometern geschützer Fläche die größte unberührte Wildnis Europas dar.


eine Ortsstraße
Die Kirche von Jokkmokk wurde 1887/88 erbaut und gilt als gutes Beispiel der Holzarchitektur zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Wir statten auch dem Samenmuseeum in Jokkmokk einen Besuch ab. Leider gab es wenig Informationen in englischer Sprache.

Nachbildung eines Dammes, der im Rahmen des flößens der Hölzer vom Inland an die Küste benötigt wurde. Etwas unheimlich war es dort.

Weil der Sommer kurz ist, lohnt sich das Wegschließen nicht.


Wir fahren westlich in Richtung Kvikkjokk, das Ziel liegt am Ende einer ca. 100 km langen Sackgasse, und nähern uns damit dem Sarek Nationalpark.

Eine wunderschöne, einsame und unberührte Landschaft erwartet uns. Ab und zu kreuzt ein Rentier unseren Weg. Von der Fjällstation Kvikkjokk aus geht es zu Fuß, mit Zelt, Kompass und Proviant für mehrere Tage in das Gebirge. Aber leider nicht für uns, wir wandern nur etwas in Richtung Sarek und schauen uns anschließend den kleinen Ort (ca. 20 Einwohner) genauer an.


Fjällstation und Ort

Die 3. Kirche in Kvikkjokk wurde am 7.Juli 1907 eingeweiht. 

Wir verlassen diesen hübschen Ort und finden nach einigen Kilometern einen schönen Platz für uns. In Arrenjarka, am Saggatsee, wollen wir für 2 Tage bleiben, einfach nichts tun. Bernd wirft zum dritten Mal die Angel aus, leider ohne Beute zu machen.
Abendstimmung an unserem Stellplatz.
Morgenstimmumg an unserem Stellplatz.

Ganz unerwartet kommen nach und nach Wasserflugzeuge eingeflogen und landen direkt an unserem Ufer. Es ist das jährliche Treffen eines Clubs mit Teilnehmern aus Finnland, Norwegen und Schweden. Esist sehr interessant hier zuzusehen. 
11 Flugmaschinen haben wir gezählt. 


Heute ist der 8. Juli und wir brechen in Richtung Kiruna auf. 
Am liebsten möchte man alle paar Meter anhalten und nur schauen, links oder rechts abbiegen, weil es irgendwie verlockend scheint. 
Heute morgen sind auch einige Rentiere schon fleißig unterwegs.
Die großen Herden werden wir aber hier wohl nicht finden. Uns wurde gesagt, dass sie, wie jeden Sommer, in den hohen Norden gezogen sind. 
Wir wollen ja auch dort hin. Vielleicht haben wir ja Glück und entdecken sie.

Bis Bald!


PS:
Während unserer Wanderungen finden wir immer wieder Elchlosung. Wegen ihres hohen Zelluloseanteils wird daraus auch Papier gewonnen.
Sogar Schmuck aus Elchlosung haben wir entdeckt.