Über Alta nach Tromsø

Auf der E 06 geht es weiter in Richtung Tromsø und wir erreichen als nächstes Alta.
Auf einem Campingplatz, kurz vor der Stadt, verbringen wir den Rest des Tages mit einem Großputz.

Am 13.07. statten wir Alta, mit ca. 20.000 Einwohnern die  größte Stadt der Finnmark, einen kurzen Besuch ab. Der Ort liegt an der Mündung des Flusses Alta am gleichnamigen Fjord. Obwohl er über dem Polarkreis liegt (70°), übt hier der Golfstrom einen günstigen Einfluss auf das Klima aus. 
Es ist erwähnenswert, dass hier das Tirpitz Museum die Kriegsgeschichte der deutschen Schlachtschiffe "Tirpitz" und "Scharnhorst" im 2. Weltkrieg beschreibt. Museen, oder Ausstellungen, ähnlicher Art (z.B. auch am Nordkap) befinden sich an einigen Punkten der norwegischen Küste entlang. Es wird deutlich, wie wesentlich die grausamen Seeschlachten hier Erinnerungen geprägt haben.
Die Nordlichtkathedrale wurde von 2011 bis 2013 erbaut.
Es lässt sich auf den Fotos nicht festhalten, was diese Kirche emotional bewirkt.
Ein wunderschönes Bauwerk, beeindruckend durch die verwendeten Materialien und das Licht und die Atmosphäre, die durch die Gesamtkomposition erzeugt wird.

Alta Museum
Schon vor 10.000 Jahren lebten in der Altamündung Menschen. Die Felszeichnungen von Hjemmeluft, der Hauptatraktion in der Region, belegen dies eindrucksvoll. Die Felsritzungen sind teilweise durch rötliche Färbung für den Betrachter sichtbarer gemacht worden. 

Schöne Aussicht.
- noch mehr schöne Aussicht
- Fischzuchtanlage

Relativ bald verlassen wir die E06, um uns wieder näher in die Natur zu begeben.
Über Nebenstraßen erreichen wir einen Stellplatz in der Nähe des Gletschers Øksfjordjøkul.
Auf dem europäischen Festland ist er der einzige Gletscher, der direkt ins Meer kalbt (Größe ca, 39 km2).
Die Wanderung am nächsten Tag geht über Stock und Stein, es müssen einige Bachläufe überquert werden.Leider ist es ziemlich bedeckt und nieselt ab und zu. 

Unser Nachbar auf dem Platz fährt ein 9 t schweres WoMo. Wir werden zu einer Besichtigung eingeladen und tatsächlich gibt es sogar eine Waschmaschine an Bord, nebst Schlauchboot und Motorrad....

Unterwegsfotos 


Der erste Fisch, gefangen im norgwegischen Fjord Grøtsund bei Skittenelv. Hier bleiben wir für 3 Nächte und warten auf besseres Wetter.
In fast schwarz-weißer Stimmung verlassen wir morgens Skittenelv. Es regnet ohne Unterlass und wird empfindlich kalt.


Tromsø

Tromsø ist mit ca. 74.000 Einwohner dir achtgrößte Stadt Norwegens. Der Arktische Rat hat hier seinen Sitz. 
Tromsø war auch Ausgangspunkt vieler Expeditionen in die Polarregion, z.B. unter der Leitung von Friedjof Nansen und Roald Amundsen.

Die Eismeerkathedrale  ist das Wahrzeichen der Stadt und wurde 1965 erbaut. Sie soll im Innenraum das Polarlicht, das Eis und die Dunkelheit widerspiegeln. Leider war es ein trüber Tagund die Stimmung kam ganz und gar nicht rüber. 

Auch wir sind nicht in guter Besichtigungslaune und besuchen lieber Cafés und nette kleine Restaurants. Wir eilen zügig durch ein paar Straßen, es ist empfindlich kühl und nieselt immer wieder.

Im Tromsø Kunstforening schauen wir uns die kleine Ausstellung OBJET PERDU von Jan Freuchen und Lutz-Rainer Müller, zwei deutschen Künstlern, an.

Die Tromsø Domkirke wurde 1861 vollendet und ist die einzige norwegische Kathedrale, welche aus Holz besteht und mit 800 Sitzplätzen auch eine der größten. Sie liegt mitten im Stadzentrum.

Im Hafen liegt die Artic Sunrise, ein Schiff von Greenpeace, vor Anker und wechselt anscheinend die Besatzung. Gleichzeitig mit uns läuft sie aus. 
Wir wollen weiter über die Insel Senja in Richtung Vesterålen. Wir werden berichten.