Verdun

In Charny sur Meusse finden wir unseren ersten Stellplatz. Einfach und ruhig gelegen, direkt am Fluss und Biotop. Quakende Frösche, Otter und Co. inbegriffen.
Von hier aus starten wir am nächsten Tag zu den Gedenkstätten der Schlacht um Verdun.
Hier wurde vor rd. 100 Jahren eine der verlustreichsten Schlachten des 1. Weltkrieges geführt (21. Februar bis 19. Dezember 1916).
Verluste:
Frankreich   :     ca. 377.000 Soldaten, davon etwa 167.000 Gefallene
Deutschland:     ca. 337.000 Soldaten, davon etwa 150.000 Gefallene
Diese unfassbaren Zahlen bedeuten, dass an jedem der rd. 300 Tage 1.000 Menschen ihr Leben lassen mussten.
Dieser Stellungskrieg markiert den Höhepunkt der Materialschlachten im 1. Weltkrieg und eine bis dahin nicht vorstellbare Industrialisierung des Krieges. Auch der 2. Weltkrieg hinterlässt hier später deutlich seine Spuren.
De Gaulle und Adenauer treffen sich 1962 zum Anlass einer Friedensmesse in Reims.
Zum 50. Jahrestag der Schlacht von Verdun war noch kein deutscher Vertreter erwünscht.
Mitterand und Kohl reichten sich 1984 in Verdun die Hände.
Hollande und Merkel erinnern 2016 gemeinsam in Verdun der Toten.
Ein beeindruckender Weg des aufeinander Zugehens. Die Erkenntnis, Wertschätzung und Dialog machen Frieden möglich.
Ein gemeinsames Europa kann u.a. dazu beitragen Frieden zu erhalten.
Seit mehr als 100 Jahren ist die Schlacht von Verdun Geschichte. Die vielen Gedenkstätten wirken bedrückend und beeindruckend.
Das Beinhaus von Douaumont beherbergt die Gebeine von über 130.000 nicht identifizierten französischen und deutschen Soldaten.
Die Interpretation des Gebäudes als Schwert, welches bis zur Parierstange in der Erde steckt und nur der Griff (Turm) sich zum Himmel erhebt, kommt unseren Gefühlen sehr nahe. 
Vor dem Gebäude, der französische Soldatenfriedhof.
Die Krater und Bodenspalten der Geschützeinschläge prägen nach wie vor die Landschaft.
Wo immer auch gegraben wird, kommen noch Knochen und Kleidungsreste zum Vorschein.