Fès

Zwischen Chefchaouen und Fès liegen etwa 200 km. Wir befahren zuerst die N13, dann geht’s weiter auf der R408.
6 Std. benötigen wir, um endlich an unserem Ziel anzukommen. Die Straßenverhältnisse sind teilweise etwas schwierig und dementsprechend geht es nur langsam voran.
Trotzdem ist es eine schöne Tour mit interessanten Ein- und Ausblicken.

UNTERWEGSFOTOS
Blick ins Rif-Gebirge

FÈS
Im Nordosten des Landes liegt die Stadt Fès, die älteste der vier Königsstädte des Landes (neben Marrakesch, Meknès und Rabat).
Durch die älteste Hochschule der islamischen Welt, die Qarawiyin-Universität - gegr. 859 Madrasa /1957 Universität -, gilt sie als geistiges Zentrum der Region und wird häufig auch als Kulturhauptstadt des Landes bezeichnet.
In Fès leben rd. 1,4 Mio. Menschen.

Der Königspalast ist von einer hohen Mauer umgeben. 
Hier der Haupteingang mit den sieben verzierten Messingtoren.
Tor mit Details

Die Stadt ist bekannt für die von einer Mauer umgebenen Medina (Altstadt), Fès El Bali. Gebäude aus der Zeit der Meriniden (13./14. Jahrhundert), z.B. Religionsschulen wie die Bou Inania Madrasa und die Medersa Attarine, schaffen, neben dem imposanten Treiben, ein sehr besonderes Bild. Seit 1981 gehört die Medina zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Der 6-stündige Streifzug durch die Medina versetzt uns nach einiger Zeit in eine andere Welt, quasi in den geheimnisvollen Orient.
Das Erlebnis ist durch vielfältige Eindrücke geprägt, ein Besuch deshalb sehr empfehlenswert.
Es sind, anders als in anderen Städten Marokkos, unzählige Handwerker bei ihrer Arbeit zu beobachten, d.h., es wird hier nicht nur verkauft, sondern sichtbar produziert.

Besonders nachhaltig wird die Besichtigung der großen Gerberei “Tannery Sidi Moussa“ in Erinnerung bleiben.
Die Arbeitsbedingungen sind hart und können nicht ein ganzes Arbeitsleben geleistet werden.
Es werden überwiegend Naturmaterialien verwendet.

Links: Karavanserei (unrestauriert)
Rechts: Koranschule
Wanddetail aus der Madersa Attarine ( ehemalige Koranschule) 

Letzter Blick auf Fès. 
Interessante Tage könnte man hier noch verbringen, aber für uns geht’s weiter in Richtung Süden. 
Die Wüste ruft ;)