M’hamid, die Schlucht und eine Kasbah

M’hamid, ein kleiner Wüstenort südlich von Zagora, ist unser nächstes Ziel.
Hauptstraße
Früher lebten die Einwohner von der Oasenwirtschaft und der Ort war das Zentrum für Nomaden.
Heute versandet der Ort zunehmend. Er ist Ausgangspunkt für Kamel- und Jeepsafaris.
In Sichtweite dann unser Campingplatz in M’hamid, schön gelegen, tolle Aussicht in die Dünen. Aber sonst...
Deshalb verlassen wir diesen Ort ganz ganz zeitig und fahren noch ein wenig weiter südlich, den Sonnenaufgang und die Stille genießen.
Bis zum Erg Chegaga sind es noch 50 holprige Pistenkilometer. 

Unser Plan ist, uns als nächstes die Todra Schlucht anzusehen. Deshalb führt unser Weg noch einmal durch Zagora.
Unglaublich was man hinter tristen Mauern finden kann. Dieser wunderschöne Garten gehört zu einem Hotel mit Restaurant.
Lecker war‘s;)
Generell muss man sagen, dass die marokkanische Küche sehr gut ist. Egal ob ganz einfach am Straßenrand, oder eben im Hotel, wir wurden nie enttäuscht.
In dieser kleinen Werkstatt am Straßenrand, wird der Unterboden unseres Fahrzeugs nach der Wüstenfahrt wieder gereinigt und, wo nötig, abgeschmiert. Service 1 A!
Das ist auch typisch für Marokko. Werkstätten und diverse Läden, einfach alles für den täglichen Gebrauch, ist sozusagen im Vorbeigehen erhältlich.

UNTERWEGSFOTOS 
Die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas kommen näher.


Todgha Gorges (Todra Schlucht)
Im östlichen Atlas-Gebirge finden wir diese spektakuläre Schlucht. Sie beginnt bei der Oase Tinghir und gehört zu den bedeutendsten Schluchten Marokkos. Der Qued Todra (Fluss) hat sie in die letzten Gebirksketten des Hohen Atlas eingeschnitten.
Der Boden der Schlucht liegt auf ca. 1.400 m Meereshöhe. Von dort ragen die Steilwände bis zu 300 m hinauf. Spektakulär sind die letzten 600 m der Schlucht, auf denen sie nur noch ca. 10 m breit ist.
Rechts die noch verschlossenen Verkaufsstände der unermüdlichen Händler.

Weiter geht’s nach Ouarzazate. Dort ist Markttag und wir nutzen die Gelegenheit uns mit frischem Obst und Gemüse, Nüssen und Minze einzudecken. 

Der Platzhirsch...ähm Storch.


Auf unserem Weg Richtung Marrakesch liegt die Kasbah Âït - Benhaddou
Eine Kasbah / Ksar sollte man sich unbedingt ansehen.
Wir haben uns für die Kasbah Âït - Benhaddou entschieden (UNESCO Welkulturerbe seit 1987), einem, so sagt man, der schönsten Orte Marokkos. Sie liegt am Fuße des Hohen Atlas, 30 km nordwestlich von Ouarzazate und 200 km südöstlich von Marrakesch, in ca. 1.390 m Höhe am Ufer des Asif Mellah.
Von hier aus kontrollierte die Sippe Ben Haddou im 11. Jahrhundert den Handel auf der Karawanenstraße zwischen Timbuktu und Marrakesch.
Die Kasbah diente vielen Filmen als Kulisse. Beispielhaft:
1962  Sodom und Gomorrah
1977  Jesus von Nazareth
Game of Thrones 
Unser nächstes Ziel ist Marrakesch.